Tabu-Thema: Single-Frau 40 Jahre ungewollt kinderlos - und jetzt?


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Interview: Gunda Windmüller 7. NovemberUhr Merken Drucken Mit Anfang 20 war sie einmal verlobt, doch zu einer Hochzeit ist es nicht gekommen. Seitdem hat sie sich 15 Mal verliebt und wurde 15 Mal abgewiesen, wie sie schreibt. Heute ist Malin Lindroth Mitte 50 und hat genug von dem Stereotyp der sorglos glücklichen Singlefrau. Zum Alleinsein gehören auch Scham und Traurigkeit, sagt sie — und will den Begriff der alten Jungfer neu definieren.

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Weshalb wir aufhören sollten, uns über Allgemeinheit Beziehung zu definieren Warum fühlen sich viele Frauen mit einem Lebenspartner mehr immer wertvoller als ohne? Damit sollte endlich Schluss sein: ein Plädoyer dafür, uns Frauen endlich zum Zentrum unseres eigenen Lebens zu machen. Nüchtern betrachtet, war die Hochzeit der verwaisten Tochter mit dem Prinzen mit Sicherheit zumindest wirtschaftlich ein echter Aufschwung: Sie erhebt sich vom Linsen-Auslesen im Schmutz der Bauernküche direkt auf den Thron. Aber dieser Aspekt rührt die Generationen von Frauen vor dem Fernseher nicht angeschaltet. Sie träumen von dem schönen Kleid und der ewigen Liebe , sie wollen Prinzessin eines Prinzen sein. Vielerlei junge Frauen halten sich für emanzipiert, glauben, sie hätten sich aus unserem Schattendasein gelöst und ihren Platz neben dem Mann eingenommen.

Malin Lindroth: Wir haben alleinstehende Frauen schon immer stigmatisiert | ZEITmagazin

Drucken Teilen Seit vierzehn Monaten bin ich Witwe. Erst seither sehe ich sonstige Frauen, die es auch sind. Ich sehe ihre Autonomie. Ich sehe ihre Trauer. Ich sehe ihre Kraft und ihre Verletzlichkeit, ihre neue Radikalität und ihren Alltag als Alleinstehende, als ungerade Zahl an Samstagabendtischen. Und: Ich sehe ihre Unsichtbarkeit.

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Trauer über ein Kind, das viel wenig früh ging. Denn es handelt sich um einen Satz, der gleich zwei gesellschaftliche Tabus enthält: Die Anglo-Schweizerin aus Lausanne ist eine - ungewollt - alleinstehende Frau, die - ungewollt - kinderlos geblieben ist. Die Londonerin Jody Day hat sie ins Leben gerufen, um zu zeigen, dass es unzählige Gründe für eine kinderlos bleibende Frau geben kann — und dass der gesellschaftliche Druck, der auf ihr lastet, enorm hoch ist. Doch so vielfältig die Gründe sind, so gering ist die gesellschaftliche Akzeptanz für dieses Schicksal. Tewes Wischmann, Dozent am Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Ungewöhnlicher Zarten

Und dennoch lässt Allgemeinheit Sache Dich durchgebraten mehr los. Denken Sie durchgebraten lang drüber nach und sprechen Sie den nächsten angeschaltet. Vielleicht ist dies Ihr Traummann.


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