Das Internet als Liebeskuppler: Wer sich online kennen lernt ist glücklicher


Online-Dating wird dann beobachten wie Doppelt

Andererseits: Verhält es sich im realen Leben so viel anders? Ist die Gesichtskontrolle am Eingang der Disco, die Trennung per SMS, die Abfuhr in der Bar, womöglich noch unter den Augen der Peergroup, weniger schmerzhaft? Natürlich gibt es die, aber im Durchschnitt suchen mittlerweile ähnlich viele Frauen wie Männer in den üblichen Singlebörsen hauptsächlich nach einer ernsthaften Beziehung. Als problematisch sieht er allenfalls, dass auf Online-Märkten bewusster auf gewünschte Kennwerte geachtet wird. Oder gibt es Alternativen zu diesem oberflächlichen Ansatz, wie jene Online-Agenturen versprechen, die einen wissenschaftlichen Weg zur harmonischen Partnerschaft gefunden haben wollen? So erstellt Parship, einer der Marktführer in Deutschland, aus 74 indirekten Fragen eine angeblich objektive Analyse der Persönlichkeit. Dieses Persönlichkeitsprofil wird nach einem Algorithmus per Computer mit allen anderen Profilen in der Datenbank abgeglichen; dann wird ihm eine Matching-Punktzahl zugeordnet: Je mehr Punkte, desto besser die Chancen für eine harmonische Partnerschaft. Parship meldet eine Erfolgsquote von 38 Prozent.

46 Prozent der «neuen» Paare lernten sich online kennen

Immer mehr tun es, haben aber Vorurteile gegenüber dem Online-Dating. Vor allem bei den bis jährigen ist der Anteil hoch. So nannte man es, wenn man einen Partner im Internet kennenlernte. Das ist 15 Jahre her. Wie es hat eine grosse Verlagerung stattgefunden: Auf dem Smartphone eine Dating-App wenig haben oder Mitglied einer Online-Partnervermittlung wenig sein, ist nichts Aussergewöhnliches mehr. Wer vom Kennenlernen im Netz erzählt, tut das nicht mehr mit vorgehaltener Hand — und erntet auch keine irritierten Kommentare.

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Pinterest stieg ich in ein Flugzeug nach Island. Ich war auf dem Weg zu einem ersten Date mit zuströmen Fremden — jemandem, den ich nur von Tinder und ein paar Whatsapp-Anrufen kannte. Fünf Jahre früher wäre mir das vielleicht peinlich gewesen, hätte mich vielleicht sogar verängstigt. Ich fühlte mich leichtsinnig, sicher, aber das Stigma, Leute online zu treffen, ist unter meinen Altersgenossen verschwunden, und ich hatte das Gefühl, dass die Person, die ich traf, den Flugpreis wert war. Am Ende dauerte die Beziehung nur sechs Monate an, aber ich verliebte mich, lernte ein anderes Land kennen und die ein oder andere Lektion.

Online-Dating: Die neue Normalität

Wie Algorithmen optimale Paare suchen Online-Dating ist ein riesiger Markt und bietet mehr Varianten, um neue Menschen kennen wenig lernen. Millionen Menschen gehen so vor: Über digitale Partnervermittlungen, Apps oder Online-Singlebörsen suchen sie nach flüchtigen Flirts oder der Beziehung fürs Leben. In Deutschland gibt es mehr als 2. Ein Verfahren, auf das auch Annas fiktive Dating-App setzt, ist das sogenannte Alike. Dabei versuchen Algorithmen, optimale Paare wenig bilden.

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Seite 2 — ZEIT ONLINE: Steigen mit dem Angebot an potenziellen Partnern außerdem die Ansprüche? Dombrowski: Ich denke schon. Eine Frau erzählte mir, dass sie einen Mann kennengelernt habe, den sie auch sehr schätze, aber dass sie trotzdem immer weitersuche, weil theoretisch ja noch jemand Passenderes, Besseres dabei sein könnte, bei dem dann wirklich alles perfekt ist. Das kann man bei vielen beobachten. Oft melden sich Paare, die sich gefunden haben, gemeinsam von der Börse ab — als kleines Ritual, dass man nicht mehr weitersucht.


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